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Edward C U C U E L

1875 San Francisco 1954 Pasadena


In San Francisco als Sohn eines Zeitungsverlegers geboren, besucht Edward Cucuel schon mit 14 Jahren die dortige Kunstakademie. Bereits mit 17 Jahren findet er in Paris Aufnahme in die weltberühmte Académie Julien und Académie Colarossi und setzt seine Studien anschliessend an der Académie des Beaux Arts bei Jean Léon Gérome fort. In Paris begann er auch seine erfolgreiche Karriere als zeichnerischer Korrespondent für einige bedeutende internationale Zeitungen, wie Le Figaro, L´llustration, The Illustrated London News und die Illustrierte Zeitung in Leipzig. 1904 entschloss er sich zu einer Reise um die Welt. Sie führte ihn von der Weltausstellung in St. Louis über die Inseln von Hawai nach Japan. Dieses Land war für ihn dass farbigste aller, die er je gesehen hatte und so durchwanderte er es fast ein Jahr zu Fuss. Schweren Herzens riss er sich von Japan loss und reiste weiter nach China und Ceylon. Über indische Häfen, das Rote- und das Mittelmeer kehrte er nach Paris zurück.

1907 liess er sich in München nieder, das für einige Jahrzehnte seine Heimat werden sollte. Hier schloss er sich dem Kreis um die Künstlergemeinschaft „Die Scholle“ an und traf auf Leo Putz, dessen Freund und Schüler er wurde. Leo Putz, der lebenskräftige Südtiroler, hatte Freude an dem feinsinnigen, weitgereisten und hochbegabten Amerikaner, ein Arbeitsgenie wie er selbst.

Es begann für beide die wunderschöne Zeit der „ Hartmannnsberger Jahre.“ Leo Putz und Edward Cucuel malten und lebten gemeinsam vier Sommer lang in Schloss Hartmannsberg, nahe am Chiemsee gelegen. Auf einer verwachsenen Insel, die nur für sie erreichbar war, verbrachten sie die Tage in unermüdlichem Schaffen und hielten ihre Modelle ständig in Atem. Sie fochten geradezu Wettkämpfe aus und schufen in gegenseitigem Ansporn Staffelei an Staffelei unvergleichliche Werke. Zu dem kleinen Künstlerkreis, der sich um sie geschart hatte, gehörten auch Frieda Blell und Lotte von Marcard, die späteren Ehefrauen von Leo Putz und Edward Cucuel, die als Modelle auf dem Gemälden immer wieder zu entdecken sind. So ist es nicht verwunderlich, dass besonders die Arbeiten aus dieser Zeit die gleichen Motive beinhalten.

Nach dieser gemeinsam mit Leo Putz durchlebten künstlerischen Phase zog es Edward Cucuel an den Ammersee und Starnberger See. Er hatte in Holzhausen einen herrlichen Besitz zur Verfügung, mit Wald und weitem Blick auf den See, wo er nach Herzenslust arbeiten konnte. Speziell seine zauber haften Sommermotive im blühenden Garten, oder Wald, am Seeufer, Steg oder Boot haben hier ihren Ursprung und beinhalten doch auf unerklärliche und geheimnisvolle Art den „Atem der grossen Welt“. Niemals lassen sie den gewissen Hauch an Intimität missen, der beim Betrachten der Szene einen geheimnisvollen Zauber verspüren lässt.

Paris war Cucuels heimliche Liebe. Lebenslang besass er dort ein Atelier.
Frankreich würdigte ihn als Mitglied der Pariser Societé National des Beaux Arts.
Lang und nicht vollständig zu nennen ist die Liste seiner zahlreichen internationalen Ausstellungen, auf denen er höchste Anerkennung fand:

1902 Nationale Kunstausstellung Düsseldorf
1904 Grosse Kunstausstellung Berlin
1912 Ausstellung der Sezession in München
1912 Pariser Salon des Beaux Arts
1915 Panama Pacific Exhibition San Francisco
1921 Howard Young Gallerys New York
1922 Grosvenor Gallery London

Zu finden sind seine Werke u.a. im Carnegie Institute in Pittsburg, Art Institue in Chicago, Detroit Mueum of Arts, Toledo Museum, Rochester Museum in Toronto, in der National Academy New York, im Birkenhead Museum in Liverpool usw., usw.

Sämtliche von der Galerie Gronert angebotenen Werke von Edward Cucuel sind bereits in das Werksverzeichnis aufgenommen.


Scheu

Träumende

Aufbruch zur Kahnpartie

Plauderei auf der Bank